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Nachrichten Äthiopien | 11 März 2026

Äthiopien: Mehr als 20 Christen bei Angriffen getötet

 

 
Show: true / Country: Äthiopien / Äthiopien
Bewaffnete Angreifer haben Ende Februar in der äthiopischen Region Oromia mehr als 20 orthodoxe Christen sowie einen muslimischen Wachmann getötet. Zwei Tage später wurden bei einem weiteren Angriff in einer Kirche erneut Menschen erschossen.
Am Donnerstag, dem 26. Februar, stürmten bewaffnete Angreifer einen Markt und eine Kirche in der östlichen Arsi-Zone der Region Oromia und töteten mehr als 20 orthodoxe Christen und einen muslimischen Wachmann. Laut Angaben einer lokalen Nachrichtenagentur über ihren Telegram-Kanal «ist der Verbleib von acht Personen noch unbekannt, weitere acht wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Zwei Personen wurden entführt.»

Lokalen Quellen zufolge hat sich die Lage in diesem einst überwiegend orthodox-christlichen Gebiet seit einiger Zeit zugespitzt. Mitglieder der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche in der Region berichten, dass bedeutende Veränderungen wie die staatliche Förderung der Besiedlung durch Muslime und die Vergabe von Regierungsstellen an Muslime gegenüber orthodoxen Gläubigen Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung hatten. Auf dem Markt am 26. Februar fühlten sich die Einwohner aufgrund fehlender Sicherheitskräfte schutzlos, und ihre Befürchtungen wurden wahr, als bewaffnete Angreifer den Markt stürmten.

Gewalt erschüttert die Gemeinde

Die Rundfunkagentur der Äthiopisch-Orthodoxen Tewahedo-Kirche (EOTC) berichtete, dass «ein Priester, zwei Frauen und 18 männliche orthodoxe Christen brutal ermordet wurden». Das Chaos eskalierte, als die Angreifer Häuser und Ernten in Brand setzten und damit die Gemeinde verwüsteten. Sie drangen unter dem Ruf «Allahu Akbar» («Gott ist gross») in die Abo-Kirche ein, woraufhin Panik im Dorf ausbrach. Viele Einwohner flohen in nahegelegene Städte, um dort Schutz zu suchen. Die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche gab Informationen über die Tragödie bekannt, ohne jedoch die Namen der Opfer zu nennen.

Am Samstag, 28. Februar, brach erneut Panik aus, als Angreifer zurückkehrten. Bewaffnete Männer stürmten die Abo-Kirche im Viertel Jawi im Distrikt Sherka (Arsi-Zone) und erschossen sieben Menschen. Es ist noch unklar, ob es sich um dieselben Angreifer wie beim Anschlag auf den Markt handelt.
Keine offizielle Gruppe hat sich zu dem Anschlag bekannt. Der Oberste Rat für Islamische Angelegenheiten Äthiopiens erklärte laut Borkena News: «Wir sind zutiefst betrübt über dieses schreckliche Ereignis, bei dem unschuldige orthodoxe Christen unter unseren Landsleuten getötet wurden.» Der Rat ist der Ansicht, dass «diese Tat keine Religion repräsentiert» und darauf abzielt, Misstrauen und Konflikte zu schüren sowie jahrhundertealte Werte des Respekts zu untergraben.

Open Doors fordert Schutz für Betroffene

«Wir sind zutiefst besorgt über diese Entwicklungen in der Region Oromia in Äthiopien», sagt Jo Newhouse*, Sprecherin für die Arbeit von Open Doors in Subsahara-Afrika. «Die Menschen wurden durch diese Angriffe nicht nur vertrieben, sondern wahrscheinlich auch schwer traumatisiert. Diese orthodoxen und muslimischen Gemeinschaften haben jahrelang relativ friedlich nebeneinander gelebt, und unserer Erfahrung nach können solche Angriffe den sozialen Zusammenhalt und den Frieden untergraben, die für das Wohl der Gemeinschaften notwendig sind. Wir fordern die äthiopische Regierung auf allen Ebenen nachdrücklich auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die gefährdeten Gemeinschaften in Oromia zu schützen und sicherzustellen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.»

«Diese Angriffe haben auch geistliche Auswirkungen auf Christen und Gemeindeleiter, da sie wissen, dass sie und ihre Familien aufgrund ihres Glaubens zum Ziel von Angriffen werden. Wir bitten die weltweite Kirche, sich unseren Gebeten für die betroffenen Gemeinden anzuschliessen.»

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